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12|05|2013      Dani Aeberli im Interview zu seiner neuen Bionic Choco Fin


Auf Maui haben wir Dani Aeberli mit etwas sehr merkwürdigen getroffen. Er hielt eine Finne in der Hand, die den Herkömmlichen so gar nicht ähnlich sah. Für uns ein Einlass den Designer und Inhaber von Choco Fins und Fanatic International Product Manager zu interviewen.

]SSR] Dani, meinst du das ernst? Was soll das denn für eine Finne sein?

]DANI] Ich war anfangs auch skeptisch bezüglich des Konzepts, inzwischen sind wir aber absolut davon überzeugt, dass dies eine Revolution für das Finnendesign ist. Als Vorbild dienen die Brustflossen des Buckelwals.

]SSR] Wer kam denn auf die Idee?

]DANI] Den Geistesblitz hatte eine Biologin Regine Schwilch von der Firma Evosolutions. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Bionik, d.h. dem Lösen technischer Probleme nach Vorbildern aus der Natur. Die Natur bietet Technologien, die sich über fast vier Milliarden Jahre der Evolution perfektioniert haben. Da ihr Freund surft, kam Regine Schwilch auf die Idee das Design einer Buckelwal Brustflosse auf eine Finne anzuwenden, da der Buckelwal über Manövrierfähigkeiten verfügt, die der Physik zu trotzen scheinen. Sie baute ein Funktionsmuster, das erstaunlich gut funktionierte. Für die Optimierung und eine professionelle Umsetzung wandte sie sich an Stefan Christen, Finnendesigner bei Choco Fins. In Zusammenarbeit mit dem BIONIK Zentrum Luzern und der Hochschule Luzern (HSLU), wurden die ersten Prototypen erstellt.

]SSR] Gibt es bereits Testergebnisse?

]DANI] Die HSLU konnte in wissenschaftlichen Versuchen u.a. im Strömungskanal nachweisen, dass die Prototypen deutlich bessere Eigenschaften aufweisen als eine herkömmliche Finne. Dies wurde bei unzähligen Testfahrten mit verschiedenen Prototypen auch auf dem Wasser bestätigt. Im Moment ist die HSLU in Zusammenarbeit mit uns damit beschäftigt, eine Messeinrichtung in ein Brett zu bauen, mit der während der Fahrt die Kräfte und Strömungsverhältnisse direkt an der Finne gemessen werden können. Dadurch hoffen wir, das Funktionsprinzip noch besser zu verstehen und weiteres Optimierungspotential zu finden.

]SSR] Kann man simpel erklären, warum die Finne besser ist?

]DANI] Ganz einfach: Die Strömung liegt viel besser am Profil an, dadurch ist die Bionic Finne praktisch spinoutfrei. Und das Beste ist, man kann bei gleicher Geschwindigkeit auch noch viel höhere Kurse am Wind fahren als mit herkömmlichen Finnen. Somit bietet diese Finne enorme Vorteile für den ambitionierten Freerider.

]SSR] Kann man die Finne bereits kaufen?

]DANI] Ja, sie ist ab sofort erhältlich bei ausgewählten Shops und unter www.chocofins.com

]SSR] Und was kostet der Spass?

]DANI] Um die 200,- Euro. Es ist eine G10 Finne und erhältlich als Freemove und Freeride in den Größen 32-40 cm. Für mehr Infos oder Fahrberichte könnt ich auch gerne unsere ChocoFins Facebook seite besuchen.... dort werden wir über diese Saison verteilt immer wieder Bionic Updates für euch hochladen.

]SSR] Was ist mit Freestyle, Wave und Slalomversionen?

]DANI] Wir haben bereits mit dem Testen neuer Prototypen gestartet und sehen in gewissen Segmenten grosses Potential. Da dies ein radikal neues Design ist, nimmt die Entwicklung viel Zeit in Anspruch, auch darum weil es uns wichtig ist, diese Finnen erst auf den Markt zu bringen, wenn sich die Performance deutlich von herkömmlichen Finnen abhebt. Es wird noch mindestens ein Jahr dauern, bis wir auch in anderen Bereichen etwas präsentieren werden. Bei der Freestylefinne zum Beispiel müssen wir wahrscheinlich mit extrem kleinen Grössen arbeiten, da die Finne in einer normalen Größe nicht so slidet, wie es der Freestyler mag.

]SSR] Danke, Dani und viel Erfolg mit der Bionic Finne!


Autor: ssr-fn


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