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17|09|2002      7. Red Bull Soulwave - Klitmøller/Dänemark

Zum siebten Mal trafen sich vom 10. bis 15. September Pros und Freaks der Windsurf- und Surfszene beim legendären Red Bull Soulwave in Klitmøller/Dänemark. Die Nordsee belohnte die Anreise der mehr als 80 Teilnehmer aus aller Welt mit traumhaften Wellen. Lediglich der Windgott zeigte sich weniger gnädig, so dass keine kompletten Ausscheidungen im Windsurfen möglich waren. Es reichte aber für eine Freestyle-Session. Die Kiter, die wesentlich weniger Wind für Ihre Tricks und Sprünge benötigen, konnten in zwei Sessions ihr Können beweisen. Nach fünf Wettkampftagen stand der Top-Surfer Thomas Lange als Gewinner fest.

Freestyle-Supersession - Pic: Bevis Nickel
10./11.09.2002: 1. Tag beim Red Bull Soulwave

Nachdem sich am Dienstag, dem Anreisetag, das Basislager am Südstrand von Klitmöller nach und nach mit Leben gefüllt hatte, trugen sich am Mittwoch Morgen insgesamt 80 Surfer in die Meldeliste des 7ten Red Bull Soulwave ein. Australier, Schweden, Norweger, Holländer, die deutsche Szene und natürlich dänische Locals - auch diesmal war das Starterfeld wieder bunt gemischt. Die Surfer aus aller Herren Länder mussten nicht lange auf Action warten. Bei vier Windstärken und kleinen Wellen konnten Windsurfer und Kiter jeweils bei einer Freestyle-Supersession in der Bucht vor Klitmöller ihr Können beweisen. Eine perfekte Aufwärmsession für dieWindsurfer, die als Erste an der Reihe waren. Ein Local bot Zuschauern und Jury die beste Show. Worldcup Profi Lars Petersen drehte die besten Spins über der Nordsee und holte sich den ersten Sieg des Events. Danach ging’s beim Kitesurfen hoch hinaus - nur wenige Meter vor den Augen der staunenden Zuschauer entfernt. Henning Nockel ließ der Konkurrenz keine Chance. Er sprang einfach am höchsten und zeigte die stylischten Tricks. Danach grillen und chillen im besten Soulwave-Style. Nicht nur Sonnenschein und BBQ sorgten für strahlende Gesichter, denn die aktuelle Windvorhersage sah gut aus. Am Wochenende sollte es aus Nord kacheln , was auf spektakuläre Action hoffen ließ.


Skatesession - Pic: Bevis Nickel
12.09.2002: 2. Tag beim Red Bull Soulwave

Schon beim Skippersmeeting um 10 Uhr stand fest, dass heute kein Wettkampf auf dem Wasser möglich war. Kein Wind und keine Wellen – dafür Sonne und Badehosentemperaturen. Ideale Bedingungen für Standyoga am Vormittag und für eine entspannte Indiana-Skateboard-Session am Nachmittag. Das notwendige Gefälle für den Longboardslalom war schnell gefunden. Gegen 14 Uhr trudelte dann die gesamte Red Bull Soulwave Karawane am Vandet So, einem kleinen See in Richtung Thisted, ein. Die Surfer mischten sich unter die Skate-Profis carvten um die Wette durch den Parallelslalom. Danach gab es am Südstrand im letzten Abendlicht das obligatorische BBQ. Das Highlight heute Abend sollte aber noch kommen. Die Live-Performance von Desiree alias „Dez“ mit Soulmusik, die sie selbst treffend als „mind tingling experience like a soft landing in fairydust clauds“ beschreibt, am Südstrand war nämlich ein voller Erfolg. Nachdem die Meute vom Strandkonzert und BBQ bei Sonnenuntergang eingestimmt war, drehte das DJ-Team von Red Bull bis spät in die Nacht richtig auf.

Kitesession - Pic: Bevis Nickel
13.09.2002: 3. Tag beim Red Bull Soulwave

Beim Skippers Meeting um 10 Uhr bewahrheitete sich die gestrige Vorhersage: Sonnenschein, aber kein Wind und keine Welle. Erst gegen Nachmittag sollte etwas Wind aufkommen - was vielen Surfern sehr entgegenkam, um sich von erst mal vom Vorabend zu erholen.
Am Nachmittag frischte dann der Wind tatsächlich auf, und es konnte eine weitere Kite-Supersession gestartet werden. Drei Deutsche - Bernd Schmieding, Henning Nockel und Alexander Nassari - und zwei Dänen - Jan Elstrup und Peter Schramm - flogen und tricksten schließlich bei vier Windstärken um den Sieg. Die Kiter gaben alles und machten es der Jury sehr schwer. Erst gegen Mitte der Session konnten sich Henning Nockel und Peter Schramm etwas absetzen. Henning ging mit einem extrem schwierigen Handle-Pass-Manöver zunächst in Führung. Doch kurz vor Schluss schraubte sich Peter Schramm mit einem dreifachen Frontloop in luftige Höhen und sicherte sich den Sieg. Noch knapper ging es im Kampf um Platz drei zu. Jan Elstrup konnte sich buchstäblich erst in letzter Minute mit einem eleganten "Hang Man 360" gegen Bernd Schmieding durchsetzen.
Als Abendprogramm stand diesmal der "King Pin Bowling Contest" in Hanstholm an. Die verbale Bowling-Aufwärmrunde bei der Einschreibung am Vormittag konnten bereits Ingo Meyer, Klaas Voget, Andy Laufer, Jobst v. Paepcke und Headjudge Hannes, das Siegerteam des letztjährigen Bowling-Contests, für sich entscheiden. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. An diesem Abend mussten sie sich dem Red Bull Orga Team geschlagen geben.


Pic: Bevis Nickel
14.09.2002: 4. Tag beim Red Bull Soulwave

Die anfängliche Katerstimmung am Morgen nach dem Bowling-Contest mit anschließender Party verflog schnell, als die Watermen einen Blick auf den mit Sonne verwöhnten Bunkers Beach warfen - endlich genug Wind und sogar beachtliche Wellen. So war die Entscheidung über das Tagesprogramm schnell getroffen. Windsurf-Contest in Nørre Vorupør. In Windes Eile setzte sich die gesamte Red Bull Soulwave Karawane in Bewegung ein paar Kilometer die Küste hinunter Richtung Süden.
In Nørre Vorupør angekommen herrschte sofort hektische Betriebsamkeit. Bretter wurden ausgeladen und Segel aufgeriggt. Doch gerade als die Heats eingeteilt waren, und sich die Windsurfer eingefahren hatten, ließ der Wind plötzlich nach. Der Windsurf-Contest konnte nicht mehr gestartet werden. Die Wellen waren aber nach wie vor hervorragend, also perfekte Bedingungen für einen Surf-Contest. Insgesamt 51 Surfer traten diesmal an. In den Heats mischten sich Long- und Shortboarder, Profis und Amateure, und alle rippten um die Gunst der Jury. Schon in den Vorrunden waren radikalste Cutbacks, Noserides und sogar der ein oder andere Tuberide zu sehen. Im Finale am späten Nachmittag standen sich dann die drei Shortboarder Thomas Lange, Melvin Lipke, Erik Perez Schumann, und Henning Nockel, der mit seinem Malibu antrat, gegenüber. Hennig zauberte die längsten Ritte auf die Nordsee und machte dabei wie gewohnt seinem Spitznamen "Style Master" alle Ehre. Doch die Wellen waren heute richtig kraftvoll, so dass auch die Jungs auf den Shortboards mächtig aufdrehen konnten. Thomas Lange wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich nicht zuletzt mit seinen spektakulären Areals und perfekten 360 durchsetzten. Richtig knapp ging es zwischen Melvin - übrigens der kleinen Bruder des letztjährigen Siegers Marlon Lipke - und Eric zu. Erst nach längerer Beratung traf die Jury die Entscheidung: Eric wurde Zweiter und Melvin Dritter.
Nach diesem perfekten Contest-Tag im Hawaii des Nordens herrschte natürlich Hochstimmung bei Surfern, Zuschauern und Organisatoren. Ideale Voraussetztung für das legendäre "Red Bull Soulwave Saturday Night Fever" heute Abend. Es steht außer Frage, dass auch auf dort wieder alles gegeben wurde.


Pic: Bevis Nickel
15.09.2002: 5. Tag beim Red Bull Soulwave

Auch am letzten Tag des Red Bull Soulwave 2002 gab es in Nørre Vorupør optimale Bedingungen zum Wellenreiten. Die Wettkampfleitung entschied sich aus Zeitmangel dafür, eine Supersession für die Surfer zu starten und auf eine weitere komplette Ausscheidungsrunde zu verzichten. So hatten rund ein Dutzend Wellenreiter, die die Party bis späten Vormittag schon verdaut hatten, 30 Minuten Zeit ihre Kür auf den Nordsee-Swell zu zaubern. Am Ende bestätigte sich das Ergebnis des Vortages. Thomas Lange legte wieder ein wahres Feuerwerk an Areals, Floatern, 360, etc. hin. Am beindruckendsten war jedoch der unglaubliche Speed, mit dem er auf den Wellen entlang schoss. Zweiter wurde wieder Eric Perez Schumann. Dritter Melvin Lipke. Die Kreativste Einlage boten jedoch Jobst v. Papke, Henning Nockel und Melvin Lipke. Henning stieg während der Fahrt bei Jobst v. Paepcke aufs Longboard zu. Nach ein paar Metern zu Zweit kam plötzlich Melivn angeschossen und gesellte sich kurzer Hand noch dazu. Einen flotten Dreier auf dem Longboard hatte die Jury zuvor noch nicht gesehen.

Thomas Lange bei der Siegerehrung
Ergebnisse:

Freestyle Windsurfen:
1. Lars Petersen
2. Mads Bjoernaa
3. Norman Günzlein

1te Supersession Kitesurfen:
1. Henning Nockel
2. Alexander Nassiri
3. Matze Bade

2te Supersession Kitesurfen:
1. Peter Schramm
2. Henning Nockel
3. Jan Elstrup

Supersession Wellenreiten:
1. Thomas Lange
2. Eric Perez Schumann
3. Melivn Lipke

Elimination Surfen und Gesamtergebnis (da keine komplette Runde im Windsurfen möglich war)
1. Thomas Lange
2. Eric Perez Schumann
3. Melivn Lipke


Autor: Dederichs Reinecke & Partner | Pix: Bevis Nickel


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