Capetown | Nov 22 - 21:00 MESZ | SSW - 1 Bft
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KARPATHOS

Wer auf der Suche nach einem windsicheren Spot im Mittelmeer ist, sollte einen Blick auf die gut 300.000 km² große Insel Karpathos werfen. Zwischen Kreta und Rhodos in der südöstlichen Ägäis gelegen, sind hier in den Monaten Juli und August sechs bis acht Beaufort an der Tagesordnung.

Wir wollten das selbst erleben und haben bei Alexandra von ION CLUB und Manolis von den Thalassa Suites perfekte 2 Wochen verbracht. Hier unsere Erfahrungen.


ANREISE

In knapp 3 Stunden erreicht man einmal pro Woche (Dienstag) von München aus den kleinen Flughafen Karpathos (AOK) im Südwesten der Insel. Beim Landeanflug kannst du gleich die aktuell gefahrenen Segelgrößen ablesen, 5 Gehminuten später bist du selbst auf dem Wasser.

Natürlich holen dich die Reiseveranstalter auch am Flughafen ab. Unsere Wahl fiel auf ION CLUB, die unser Surfmaterial direkt zu der Station gebracht hat.

Mietwägen können für 30 bis 45 Euro pro Tag am Flughafen, in der 15 km entfernten Stadt Pigadia (Karpathos-Stadt) oder direkt an der Station gebucht werden.


WIND

Afiartis, der Name der Region an der sich Stationen und Unterkünfte angesiedelt haben, wird von Juni bis September vom warmen Sommerwind Meltimi belüftet. Die Windtage über 4 Beaufort liegen bei 70 bis 90 Prozent.

Im Juli und August kann man sich auf sechs und mehr Beaufort einstellen, gerade Anfänger sollten die Monate davor oder danach wählen. Hier herrschen mit vier bis sechs Beaufort ideale Freeride, Anfänger und Freestyle Bedingungen. Der Wind kommt side-offshore aus dem Nordwesten.


REVIER

Drei Reviere von Flachwasser bis kleiner Windewelle erwarten dich. Mit der ION CLUB Station am Ende der Gun Bay haben wir uns zentral positioniert, von hier aus erreicht man alle Spots mühelos und kann je nach Wind perfekt auswählen.

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In Ufernähe gibt es durch den Wind, der über das Land kommt, böige Stellen. Wenn gerade keine acht Windstärken herrschen, ist das aber vertretbar. Weiter draußen ist der Wind absolut konstant, die Landzungen aller drei Buchten bieten ausreichend Sicherheit, so dass keine Gefahr besteht.

GUN BAY

Von der ION CLUB Station aus startet ihr direkt in die Gun Bay. Nach gut 300 Metern baut sich eine kleine Windewelle auf, der Wind bläst konstant und ihr habt 3 km Strecke zum heizen, loopen und Spaß haben.

Zurück in Ufernähe wird es wieder flach, ideal für ein Halsentrainig oder Freestyle Moves.

DEVILS BAY

Wem der Wind zu schwach ist oder wer als Freestyler auf kurzer Strecke permanent in Ufernähe fahren möchte sollte hoch in die Devils Bay kreuzen. Mit einem weiten Schlag nach draußen habt ihr die Landzunge überwunden. Hier ist der Wind meist ein bis zwei Beaufort stärker.

Optisch offenbaren sich hier zahlreiche kleine Windstreifen in Ufernähe, an denen es sich perfekt und oft alleine tricksen lässt.

CHICKEN BAY

Für Anfänger bietet sich das große Stehrevier in der Chicen Bay an. Von der Gun Bay aus einen halben Schlag raus und einfach abfallen lassen. Der Wind ist hier etwas schwächer.

Sobald die fünf Beaufort Marke geknackt ist, tummeln sich zahlreiche Freestyler auf dem türkisen Wasser - absolute Laborbedingungen.

SECRET SPOT

An guten Tag lädt der Luv Spot zu einer Wave Session ein. Daran angeschlossen gibt es für Freestyler den Secret Spot.

Türkises Wasser und gut 500 Meter absolut flache Piste ermöglichen eine unvergessene Session. Luv und Secret Spot können nur mit eigenem Material gefahren werden, es gibt keinen Shuttle dort hin. Die ION CLUB Station beschreibt Euch aber gerne den Weg.


STATION

ION CLUB hat seine Zelte am Ende der Gun Bay aufgeschlagen. Für uns der ideale Platz um alle drei Reviere zu erreichen. Ein zweites kleineres Center befindet sich in der Chicken Bay.

Der Service ist genial, egal ob ihr eine Pause machen wollt, ein anderes Segel oder Brett braucht oder euer Material einfach vom Shuttle an den jeweiligen Spot fahren lassen wollt.

Die Kommunikation zwischen den Stationen funktioniert einwandfrei, verlasst ihr den einen Spot, werdet ihr dank Funk vom anderen erwartet. Wir haben selten ein so gut organisiertes Team vorgefunden. Gerade für Einsteiger und Aufsteiger bietet das ein Maximum an Sicherheit, die durch die Stecktafel an der Station, auf der Euer Name an dem Spot hängt, an dem ihr gerade surft, zusätzlich unterstützt wird.

Für den Spot passende Segel von NorthSails und Boards von Fanatic stehen ausreichend und in super Zustand zur Verfügung. Das geschulte Team hilft bei der Materialauswahl und steht euch den ganzen Tag zur Verfügung. Mit Deutsch und Englisch gibt es auch keine Kommunikationsschwierigkeiten.

An die Station ist die Bar Anemos gekoppelt. Von der Terrasse habt ihr nicht nur einen super Blick, sondern könnt auch vom Frühstück bis zum Abendessen und den Drinks nach einer guten Session zu fairen Preisen und bei chilligem Sound alles bekommen.

Station und Bar haben von Mai bis Oktober offen.


UNTERKUNFT

Als Unterkunft haben wir uns die 2011 erbauten Thalassa Studios ausgesucht. Von hier aus sind es knapp 100 Meter zur Station. Vom Bett aus lassen sich die Bedingungen checken.

Kein übliche Surfer Absteige, sondern extrem gepflegte Suiten mit hochwertigen Materialien, Balkon oder Garten, tollem Bad und voll ausgestatteter Küche machen Laune zum Verweilen.

Es gibt deutsches Fernsehen auf großen Flatscreens und kostenloses WiFi. Manolis ist der Besitzer der Appartement Anlage, er hat damit nicht nur sich, sondern auch den Gästen, einen Traum erfüllt. Die Appartements werden jeden Tag geputzt, Manolis steht Euch bei Fragen und Wünschen hilfsbereit und jederzeit zur Verfügung.


LEBEN & AKTIVITÄTEN

Nach dem Surfen wird mit dem ION CLUB Team auf dem Beach Volleyball Platz gezockt, die Anemos Bar und Baja Bar in der Chicken Bay machen einmal pro Woche ein Barbecue. Für 10 Euro gibt es Grillerei und Beilagen.

Ein kleiner Supermarkt hat die nötigsten Lebensmittel, im 15 km entfernten Karpathos-Stadt bekommt ihr vom günstigen Obst bis hin zum frischen Fisch alles, was ihr braucht. Nette Restaurants und Bars haben gutes griechisches Essen und laden zum Verweilen ein.

Mit gut 1200 Metern gehören die Berge in der Inselmitte von Karpathos zu den höchsten der Dodekanesinseln. Seit 2 Jahren vermittelt der ION CLUB geführte Touren und eine Kletterschule. An vielen Buchten kann man von Felsen in das türkise Wasser springen. Mit dem Quad oder Auto lassen sich neben dem Surfen viele weitere Aktivitäten starten. Alexandra von ION CLUB hilft Euch gerne bei der Organisation.


NEU: STRESS FIT ERLEBNISWOCHEN

Dem Stress entfliehen und Kraft tanken in der südlichen Ägäis auf Karpathos! Bewegung und Sport ist ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Stressbewältigung. Deshalb hat ION CLUB ein Anti-Stress-Programm mit Yoga, Windsurfen, Klettern und Wandern kombiniert, bei dem du in kleiner Gruppe hautnah und lebendig die Zusammenhänge zwischen Stress, Anspannung und Entspannung erfahren kannst.

Es erwartet dich eine außergewöhnliche und vielseitige Stress Fit Seminarwoche.

[+] Stress und Stressentstehung
[+] Persönliche Stressfaktoren erkennen
[+] Stress ist keine Einbahnstraße – Wege aus der Stressfalle
[+] Wahrnehmungsposition verändern
[+] Yoga und Entspannung
[+] Klettern und Entspannung
[+] Windsurfen und Entspannung
[+] Wandern und Entspannung
[+] Reflexion des Sportprogramms
[+] Ressourcenbildung
[+] Potenziale erkennen
[+] Vorbeugende Maßnahmen
[+] Seminarablauf


HILFE BEI DER REISEPLANUNG

Vor Ort hilft Euch Alexandra und ihr Team vom ION CLUB, sowie Manolis von den Thalassa Studios bei jeglichen Anliegen.

Flug, Unterkunft (neben den Thalassa Studios stehen viele weitere Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen zur Verfügung), Material und Kurs Buchungen sind über ION CLUB möglich.

Link » ION CLUB
Link » Thalassa Studios
Link » Stehsegelrevue Weather Forecast

An dieser Stellen wollen wir uns auch noch mal für den tollen Support bedanken.


INTERVIEW MIT STATIONSLEITERIN ALEXANDRA

Seit wann bist auf Karpathos und woher kommst du? Ich komme aus München und bin seit 1997 auf Karpathos . Ich bin ursprünglich Ärztin und habe in der orthopädischen Praxis Münch/ Mayr gearbeitet. Karpathos habe ich schon 1991 für mich entdeckt, damals aber als „nicht-surfender“ Tourist und eigentlich zufällig, ich wollte Urlaub machen auf einer weniger bekannten und nicht so touristisch erschlossenen Insel. Damals habe ich mich schon in die Insel, Ihre Ursprünglichkeit und die Gastfreundschaft verliebt. 1992 entstand die erste Surfstation auf Karpathos und nach Surfanfängen auf bayerischen Seen habe ich auf Karpathos richtig surfen gelernt und war ziemlich schnell fasziniert von diesem Sport und auch vom Spot. 1997 ergab es sich dann für ION CLUB eine Saison auf Karpathos zu arbeiten, damals noch mit einem Wohnwagen und einem kleinen Board-und Segelständer. Infiziert vom Windsurfen entschloss ich mich meinen Job zu kündigen und finanziell einzusteigen. 1999 haben wir mit unserem griechischen Freund und Partner Manolis das „Anemos“ und die jetzige ION CLUB Station gebaut.

Warum Griechenland und insbesondere Karpathos? Karpathos fasziniert mich noch immer, die Ursprünglichkeit und Kargheit, die Berge und der grüne Norden und die Gegensätzlichkeit der Landschaften, die große Gastfreundschaft der Griechen. Karpathos ist für mich immer noch ein Kleinod vom Massentourismus verschont.

Was ist für dich das besondere an dem Spot? Erst mal der Wind, insbesondere der Starkwind, denn windig ist es hier wirklich fast immer . Dann die Möglichkeit in 2 Buchten zu Surfen, Gun Bay und Chickenbay, die sich hervorragend ergänzen. Gun Bay ist hervorragend für fortgeschrittenen Surfer geeignet, bei Starkwind mit guten Rampen zum Springen, Chickenbay ein anfängerfreundliches Stehrevier, das aber auch zum Freestylen hervorragend geeignet ist. Durch die beiden unterschiedlichen Reviere kommt wirklich jeder auf seine Kosten und der beständige Wind führt dazu, dass es keine „Rushhour“, wie an anderen Surfspots gibt und sich das Surfgeschehen über den ganzen Tag verteilt. Inzwischen gibt es eine große Karpathos Windsurffamilie, die uns die Treue hält. Viele Gäste verabreden sich, um zur gleichen Zeit ihren Urlaub auf Karpathos zu verbringen und „Neulinge“ werden schnell integriert.

Zukunftsideen? Windsurfen durch andere Sportarten zu ergänzen, z.B. bieten wir Yoga an der Station an und haben die erste Kletterschule auf Karpathos gegründet. Wir bieten Surf-and Climb Wochen an, um zwei outdoor Sportarten zu kombinieren und kennen zu lernen, außerdem Schnupperklettern und auch reine Kletterkurse. Karpathos ist dafür hervorragend geeignet.

Griechenland hinsichtlich Schulden und Politik meiden oder als surfender Tourist bewusst besuchen? Griechenland natürlich weiterhin besuchen und unterstützen. Der griechische Tavernenbesitzer und die nette Studiobesitzerin können nichts für die Misere und leiden sehr darunter. Selbst auf Karpathos gibt es inzwischen Familien die von der Gemeinde versorgt werden müssen. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft hat sich nicht verändert, ganz im Gegenteil und man wird auch ganz bestimmt als deutschsprechender Tourist nicht angefeindet, das mögen Ausnahmen in Athen sein. Vor allem der Tourismus ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die griechischen Inseln.



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