| @check ich nicht / wie wär´s damit: Wirklich netter Lösungsansatz - das mit den eigenen +-0 Boards. Gefällt mir sehr. Ist vielleicht zukunftsweisend. Man könnte es dann z.B. "GzS" (Gesellschaft zwecks Spieltrieb) nennen. Aber so ist es bei uns nicht. Im Ernst: Ich würde es natürlich auch nicht ohne Erläuterung checken, wie das alles zusammenhängt. Aber Ihr habt gefragt. Also die Antwort: Wir haben vor 10 Jahren eine Firma gegründet um von deren Einnahmen leben zu können. Soweit ganz normal alles. Den Hauptteil der Einnahmen erwirtschaften wir aktuell durch Reparatur von Boards und Segeln im größeren Stil. Dazu alleine bräuchte es natürlich keinen Markennamen, den man pusht oder gar Fahrer, die einem Aufmerksamkeit verschaffen sollen - es sei den man sieht gerne in den Spiegel und verliebt sich dabei jeden Tag neu. Das tun wir aber nicht. Hier kommt nun unsere eigentliche Firmenausrichtung ins Spiel: Wir sind nun mal beide seit Kindheit angefressen von der Idee (und tun dies auch), Shapekonzepte fortlaufend weiter zu entwickeln und diese künftig einmal als Prototypen an eine Markenfirma zu verkaufen. Das ist unser zugegeben sehr ambitioniertes Ziel und nur schwer zu erreichen, weil es nur sehr wenige Arbeitsoptionen gibt, die zudem natürlich alle ständig fest vergeben sind. Wenn wir nun mit dieser Interessenlage zu viele neue Boards für Privatkunden (natürlich nach uns bereits bekannten und bewährten Konzepten) bauen, dann stockt mangels Zeit wegen unserer begrenzten Baukapazitäten zugleich automatisch diese permanente aufwändige Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen, die wir zu gegebener Zeit an eine Firma und eben nicht an Privatkunden verkaufen wollen. Wir investieren damit Zeit und Geld in eine ungewisse Zukunft - unter Verzicht auf eine aktuell bessere persönliche finanzielle und "freizeitliche" Lage. Trotzdem sollen dabei auch zwischenzeitlich unsere Boards natürlich von möglichst vielen Menschen gefahren und auch nach außen deutlich sichtbar werden. 10-15 Privatkundenboards als Neubauten pro Jahr sind für uns aber die absolute Obergrenze dessen, was wir "dem Markt" anbieten wollen, eben um unser Kernziel nicht aus den Augen zu verlieren. Darüber hinaus verkaufen wir dann ja auch noch die ganzen gebrauchten Testboards, die bei unserer eigenen Entwicklung übrig bleiben. Daß sich der Custom-Brettbau "für Privat" in Deutschland finanziell nicht lohnt und wir für diese qualifizierteste Arbeit innerhalb unseres Angebotes mit Abstand den geringsten Gewinn pro Arbeitsstunde erwirtschaften können, will ich hier nur kurz erwähnen - traurig, aber leider Tatsache. Auch deshalb sind wir nicht darauf versessen, daß uns eine Custom-Auftragsflut vom Broterwerb abhält. Wer aber partout ein Board von uns haben will, der soll es auch möglichst bekommen können - leider dann zu einem tatsächlich sehr hohen Preis, aber aus exklusiven Materialien und mit spürbar anderen Konzeptideen. Nun mußten wir im Laufe der letzten 10 Jahre feststellen, daß es auch für die Erreichung unseres bisherigen und aktuellen Hauptzieles unerlässlich sein wird, uns in der Szene deutlich bekannter zu machen und uns unter Verwendung des Markennamens "offensiver" als bisher einen gewissen Bekanntheitsgrad und guten Ruf zu erarbeiten - auch wenn der große Auftritt mit viel Trara persönlich so ganz und gar nicht unser Ding ist. Mal sehen wo der Weg noch hinführt.... LG Jona
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