Sal | Sep 25 - 17:00 MESZ | ENE - 3 Bft
_search  go!

_news
ION Club
27|04|2015      Langes Interview mit Lars Paustian, der Nachwuchshoffnungen in der deutschen Racing Szene


Lars Paustian ist eine der großen Nachwuchshoffnungen in der deutschen Racing Szene. Der heute 16-jährige schaffte es in der letzten GWA Saison im U-17 Ranking bereits auf den dritten Platz und war im vergangenen Winter gleich zweimal auf Teneriffa um sich für die kommende Saison vorzubereiten.

„Fehmarn kann kommen“ sagt Lars nun auf seiner Facebook Seite. „Ich fühle mich gut vorbereitet, das neue Material ist der Hammer und ich freue mich wahnsinnig auf das Long-Distance Race.

Wir haben etwas genauer nachgefragt wie es im „Slalom Mekka“ El Medano gelaufen ist und wie das neue Material so fährt.

Im Winter zog es dich – wie viele andere Slalomfahrer – nach Teneriffa. Wie war der Trip?

„Da man bei der Kälte im Winter doch eher weniger aufs Wasser geht flog ich zusammen mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder nach El Medano. Wir stiegen aus dem Flugzeug, holten unser Sperrgepäck vom Schalter ab und fuhren zu unserem Appartment. Dort wurde kurz gescheckt ob alles heil geblieben war, dann ging es bei entspannten 5 Beaufort aufs Wasser.

Zeitgleich mit meinem Aufenthalt trainierte Alberto Menegatti in El Medano, der für mich ein guter Trainingspartner war. Es war zwar natürlich kein Training auf Augenhöhe, forderte mich jedoch stark heraus und er gab mir wertvolle Tipps, auch zum perfekten Tuning meines Materials. Jeden Tag nutzte ich seine Ratschläge und konnte mich stetig verbessern. Wir hatten insgesamt 9 Slalom Tage und 3 Tage mit Welle. Unser Slalomtraining hatte praktisch die gesamte Bandbreite von 4 Bft und spiegelglattem Wasser bis zu 6-7 Windstärken und 2 Meter Welle. Somit konnte ich mich auf alle möglichen Bedingungen einfahren und verbessern.

An dem windfreien Tag gingen wir wandern, um noch etwas anderes von der Insel zu sehen. Dann war mein zweiwöchiges "Trainingslager" leider auch schon beendet und es ging wieder in Richtung Deutschland. Nur zwei Tage später ging es in Heidkate/Kiel bei für uns noch eisigen 10 Grad Lufttemperatur aufs Wasser. Doch ein ziemlicher unterschied zum milden El Medano. Es war ein richtig guter „Sturmwavetag“ an dem alle auf ihre Kosten kamen. Danach entschied sich erst auf der boot Düsseldorf, dass ich diese Saison mit Starboards an den Start gehen werde. Daher bekam ich meine „neuen“ Boards erst relativ spät und konnte erst im März meine erste Slalomsession damit starten. Da ich noch nicht genügend trainiert hatte um perfekt auf die Saison vorbereitet zu sein flogen wir über Ostern noch einmal nach Teneriffa. Im Gegensatz zu meinem ersten Trip konnten wir dieses Mal ganz entspannt die Fußschlaufen an die Boards schrauben, denn die ersten 3 Tage war Flaute angesagt. Wir erkundeten die Insel und machten Dinge die man an Flautentagen eben so macht – beispielsweise 3x am Tag nachsehen ob es wirklich keinen Wind geben wird.

Bei moderaten 4bft konnte ich dann einen ersten Eindruck von meinem großen Slalomboard bekommen, den nächsten Tag gab es schon 6-7Bft mit Welle und ich packte mein 6,3 er aus und nahm meinen 97l iSonic, welcher zum Schluss zu groß wurde. Die Bedingungen waren gut um für Sylt wieder ein Feeling zu bekommen. Am folgenden Tag entdeckte ich mit dem iSonic 97 und dem 7,2er AC-1 meine absolute Lieblingskombi. Ich war nach 4 Stunden platt und fuhr trotzdem noch 1 Stunde weiter – an diesem Tag stimmte einfach alles. Ich hatte noch zwei so perfekte Tage, wie diesen, musste dann aber leider meinen letzten Urlaubstag dafür opfern mein Material wieder flugtauglich zu machen. Für mich war die Zeit auf Teneriffa eine perfekte Möglichkeit, um mich auf die Saison vorzubereiten.“

Woran hast du im Winter besonders gearbeitet?

„Ich versuchte natürlich vor allem meine Schnelligkeit zu verbessern und mich auf die neuen Boards einzufahren. Ich denke, dass ich in den Halsen schon relativ sicher stehe und auch mit der Startsequenz keine Schwierigkeiten habe.“

Warst du auch an deinen Homespots auf dem Wasser?

„Leider hatte ich an meinen Homespots in diesem Jahr erst eine Wave,- bzw. zwei Slalomsessions. Ich hoffe allerdings, dass ich bis zum DWC auf Fehmarn noch so viel wie möglich zu Hause aufs Wasser komme. Die Tage an denen hier angenehme Temperaturen und Wind waren, verbrachte ich noch auf Teneriffa, so dass ich diese Zeit dort auf dem Wasser genutzt habe. „

Auch in der Welle bist du ab und zu unterwegs. Stell dir vor du hast 25 Knoten Wind und einen guten Slalom,- sowie Wavespot vor der Nase. Gehst du racen oder wellen schlitzen?

„Es hängt davon ab ob ich mich kurz vor einem Event befinde oder nicht da ich dann tendenziell eher racen gehe und nach der Saison einen Abstecher in die Welle mache. Im Herbst herrschen an meinen Homespots ohnehin bessere Wellenbedingungen als im Frühjahr oder Sommer. Natürlich hängt es auch ein bisschen von meiner Tagesstimmung ab.“

Auch ein Formula Board steht bei dir in der Garage. Trainierst du „extra“ mit dem ganz großen Material oder läuft das „nur“ nebenbei?

„Um im DWC mitzufahren ist es besonders wichtig auch auf dem Formula fit zu sein, daher werde ich für diese Saison öfter zum Formula Training fahren. Bei der Deutschen Meisterschaft auf Sylt im vergangenen Jahr wurde beispielsweise nur Formula gefahren , da ist es natürlich nicht die optimale Voraussetzung komplett unvorbereitet zu sein.“

Welches Setup (Brett / Segel / Finne) gefällt dir am Besten?

„ Ich konnte mich bei 6bft mit meinem iSonic 97l und meinem Point-7 AC1 in 7,2m² + 36er Finne auf Teneriffa am Besten einfahren und denke ich habe im Vergleich zur Konkurrenz mit dieser Combo die besten Chancen. Ich hätte gerne zu Ostern auf Teneriffa mehr Wind zum Trainieren gehabt, allerdings fühle ich mich für die Saison 2015 in Sachen Slalom ziemlich gut vorbereitet.“

Deine Pläne für das kommende Jahr?

„Ich werde diese Saison versuchen, jedes Event des Deutschen Windsurf Cups mitzufahren und mir einen guten Platz in der Rangliste zu sichern. Außerdem möchte ich noch zusätzlich an den DWSV Regatten teilnehmen um meine Fahrtechnik und mein Timing zu verbessern. Im EuroCup werde ich dieses Jahr auch teilnehmen um gegen andere Jugendliche in meinem Alter zu fahren die nicht im DWC am Start sind. Fest eingeplant ist natürlich auch die Deutsche Meisterschaft. Ich möchte einfach möglichst viele Regatten mitfahren um ein Maximum an Erfahrung zu sammeln.“

Vielen Dank für das kurze Interview Lars. Alles Gute für den ersten Event auf Fehmarn und die Saison.



[+] Mehr zum Thema
»» APM Marketing
»» Starboard
»» Point-7



Autor: ssr-rh | Tobias Lamprecht


ION CLUB
_newsletter order cancel
 
kinderrigg.de Autositzbezüge Hawaii Ammersee SUP _copyright stehsegelrevue.de