fresh press _1) hot sails 2009 mit neuen produkten und farben _2) wenig wind bei der isuzu wind- und kitesurf öm 2008 powered by samsung _3) spektakulärer auftritt des kielers klaas voget beim letzten pwa tourstop auf sylt _4) kiter brechen antoine albeau's (fra, starboard) speedweltrekord und knacken die 50 knoten schallmauer _5) neues freewave/freestyle-wave board ahd new rebound 2009 _6) travelworld4you bietet alternativen zum kalten winter
wind- and weather-forecast 
_search  go!

_ion photo award


[ION PHOTO AWARD | LAKE GARDA | 31.08. BIS 02.09.2006]

Mafiosi, Mönche und Mechaniker beim ION PHOTO AWARD 2006

Vom 23.10. bis 05.11.2006 wird jeden Tag eine Teampresentation
hier in der Stehsegelrevue vorgestellt. » klicke hier

Story: Sandra Schönbein (Judge beim Award)

Die ersten Bestechungsversuche gab es bereits nach dem Skippers-Meeting bei der Ausgabe der Segelsticker und Event-Lycras: Cappuccino und Brioche wurden von der Jury dankend angenommen, in der Wertung aber nicht berücksichtigt. Auch für den charmanten Versuch des einzigen reinen Damenteams „Pier Babes“ gab es leider keine Extra-Punkte. Obwohl es ein wahrlich zuvorkommender Service war, dass mein Segel bereits für die heraneilende Ora aufgeriggt wurde, während ich noch mit dem richtigen Buchstabieren der Namen aller 64 Contest-Rider aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Schweden, Südafrika und Venezuela kämpfte.

16 Teams versicherten mir bei der Einschreibung beim diesjährigen ION PHOTO AWARD eine geile Show zu bieten. Um sich auf Siegertreppchen zu surfen mussten die Viererteams aber nicht nur eine coole Session auf dem Wasser bieten: Wie schon im letzten Jahr ging es bei dem Fotowettbewerb darum, in drei Tagen neben stylischen Surfbildern auch coole Lifestyle-Pics zu schießen und mit der Digi-Cam etwas von der Natur und Atmosphäre am Gardasee einzufangen. Wer seine 20 besten Shots dann noch verpackt in einer witzigen Story bei der Abschlussparty gut präsentierte fuhr ganz vorne mit.

Einige Teams hatten sich bereits Wochen vorher zum Brainstorming versammelt und regelrechte Drehbücher für ihre Fotostory geschrieben, andere setzten auf spontane Kreativität. „Dieses Jahr sind wir richtig geil vorbereitet!“, brüsteten sich gleich mehrere Fahrer. Doch mir als Judge (und Mädchen für Alles) wollte diesmal keiner etwas vorab verraten. Überall wurde in kleinen Grüppchen aufgeregt diskutiert, doch jedes Mal, wenn ich hinzukam, das Thema „dezent“ gewechselt – wahlweise auf „Hast du noch Gutscheine für die free drinks?“ oder „Warum können wir nicht alle am Pier umsonst parken?“

Ein paar Eindrücke bekam ich aber trotzdem schon beim ersten Südwind am Pier: Plötzlich tauchte ein großer Schatten hinter mir auf und ich wurde von einem Triodem – oder wie nennt man ein Tandem-Board für drei? – überholt! Gleich dahinter ein paar Jungs, die aussahen als hätten sie den Neopren mit der Opernrobe verwechselt. Aha, dieses Jahr also Nadelstreifen statt Nacktsurfen! Und während ich noch den wehenden Krawatten nachsah, wäre ich beinahe in einen manövrierenden Mönch gekracht…

Manche Teams ließen sich jedoch gar nicht in die Karten schauen und hatten sich an geheime Orte verzogen. Zum Riders-Dinner in der Villa Cian mit Pizza, Pasta und Drinks waren aber alle hungrig, durstig – und unerwartet pünktlich – zurück. Den Organisatoren war es etwas peinlich, als sie mit einer halben Stunde Verspätung als Letzte eintrafen, und bereits alle Contestrider zufrieden mampfend vor dampfenden Tellern sitzen sahen. Der frühe Beginn (19 Uhr) sorgte allerdings auch für einige frühe Abstürze. Nicht alle Fahrer fanden noch den Weg ins Moby Dick. Und diejenigen, die dort ankamen, schafften es mit ein paar BestechungsCaipis, meine Erinnerung an sie und den Rest des Abends unwiederbringlich aus meinem Gedächtnis zu löschen.

Der nächste Morgen war hart. Doch wir waren härter! Irgendwie hatte sich die Mehrzahl der Teilnehmer in den frühen Morgenstunden nach Al Pra geschleppt und wurde mit einem Hammer-Nordwind belohnt. Einmal ins kalte Wasser geschmissen, wich auch bei den Partylöwen der letzte Restalkohol spektakulärer Action. Auf dem schmalen Steg drängelten sich die als Fotografen abkommandierten Teammitglieder, während ihre Kollegen mit den Kontrahenten um den gewagtesten Stunt auf den letzten Zentimetern vor dem Beton fighteten.

Nicht nur auf dem Wasser wurde hart gekämpft auch an Land wurden schwere Geschütze aufgefahren: Während das „Old Father Team“mit lüsternem Blick, einer auffallend platinblonden Perücke und weiße Lack-High-Heels im Gepäck gesichtet wurde, hatte sich das „F…ing Fast Team F2“ gleich einen naturblonden Schweden-Import (F2-Teamfahrerin Nina Edlund) einfliegen lassen, den sie nun stolz in einem aufgemotzten Porno-Chrysler um See chauffierten. Und während das „Hangloose Shop Team“ mit einer richtigen Knarre hantierte, schwang das „Team Pace“ seine regenbogenfarbene Peace-Flagge. Doch noch immer wollte mich keiner in seine Pläne einweihen. Und so blieben mir auch ein Wischmob, ein Fußball, eine Gummipuppe, ein Trachtenoutfit und ein bemalter Zeh ein Rätsel.

Bei der Speedy-Session am Nachmittag bewies das „Old Father Team“ dann, dass Viagra doch auch gut fürs Hirn ist. Im Gegensatz zu manch anderem Fahrer hatten die Surfopas große Lappen aufgeriggt und so auch bei dem schwächeren Südwind genug Speed für hohe Jumps über die Welle des legendären gelben „Speedy“-Ausflugbootes – das dank dem Sponsoring des Shaka Surfshops eineinhalb Stunden vor dem Pier nur für uns auf und ab fuhr. Von den (laut den Zuschauern) megageilen Jumps einiger anderer Teams bekam ich dieses Jahr live leider wenig mit, da ich ohne Viagra und mit kleinem Segel meist ebenso langsam wie die Surfdrillinge auf dem Triodem durch die hohen Wellen dümpelte. Zum Glück hielten die beiden Profifotografen Fiore und Ronny Kiaulehn vom Boot aus die Jump-Session für die Nachwelt und mich fest. Bei ihnen konnte auch jedes Team Pics für seine Präsentation abgreifen, so dass kein Fahrer auf die Session verzichten musste.

Während dem anschließenden Budweiser-Freibier-Apre-Surf am Shaka Shop von musste ich dann leider zwei der 16 Teams von der Liste streichen: Das italienische „Team Future“ (Vorjahres-Dritter) gab verletzungsbedingt auf und „Team Pace“ – das mit einem Friedensmotto angetreten war – gab bekannt, sich nach einem heftigem internen Krieg aufgelöst zu haben. (Inzwischen herrscht aber angeblich wieder Waffenstillstand!)

Auch das „F…ing Fast Team F2“ wirkte am späteren Abend ziemlich verzweifelt, weil sich ihr Schwedenhäppchen bei weitem nicht als so freizügig erwies wie erhofft. Und vom sonst eher unüberhör und -sehbaren „Detonation Team“ war wie schon den ganzen Tag auch bei der Party im Moby Dick (wo wir dank Walter eine Menge Freidrinks genossen!) keine Spur zu entdecken. Sehr suspekt! Dafür bewiesen die „Pier Babes“ eindeutig mehr Durchhaltevermögen als einige ihrer männlichen Kollegen und versuchten sogar mit einer Sitzblockade auf der Straße die Surfopas an der Flucht in die Pflegebetten zu hindern.

Am Samstag herrschte Hektik: Letzte Fotos schießen, die geilsten 20 Shots auswählen, Präsentation vorbereiten… Diesmal galt die neue Regel, dass alle Teams ihre Bilder auf englisch kommentieren mussten – was zu noch längeren Wer-muss-ans-Mikro?-Diskussionen in einigen Teams führte. Und während die meisten Fahrer am Pier mit siegessicherem Grinsen oder hoffnungslosem Augenrollen dicht gedrängt in ihre Laptops stierten, zeigte Freestyle-Star Golito Estredo vom „Team Fanatic/North“, dass man auch bei wenig Wind sensationelle Moves hinlegen kann. Auch am dritten Abend hielt das sensationelle Wetter und nach der Bilderabgabe gab es an der Beachbar Circolo Vela/Conca’d Oro jede Menge Pasta für alle. Direkt daneben am Beach war bereits die riesige Leinwand aufgebaut, die Mikel vom Shaka extra für den Event genäht hatte.

Schon das erste Bild war ein Kracher: „Team Tricktionary“ hatte sich als Priester, Mönch und Rabbi verkleidet in die Wildnis auf Sinnsuche begeben. Dann einer göttlichen Erleuchtung fanden sie ihren heiligen Gral: eine Surfbibel. Weniger heilig ging es beim Team „Hangloose Surfshop“ zu, die eine extrem stylisch fotografierte Mafiosi-Story mit vielen Leichen präsentierten. Bei einem harten Fight auf dem Wasser (in Anzug und Krawatte) wurde der eiskalte Profikiller jedoch bekehrt… Das „Detonation Team“, das dieses Jahr völlig im Verborgenen gearbeitet hatte, zeigte eine ziemlich abgefahrene Parodie über die Fußball-WM. Die engagierten Profis – Beckham, Zidane, Ronaldinho und Materazzi – ernteten viele Lacher und Applaus. Eine Multi-Kulti-Begegnung mit geilen Surfpics gab es vom „Team Fanatic/ North“, die in passender Verkleidung wie auf dem Catwalk vor der Leinwand einmarschierten.

Beim „Team Pier Babes“ bog sich das Publikum bereits vor dem ersten Bild: Als Desperate Housewifes erscheinen sie mit Bügelbrett und Putzzeug equiped auf der Bühne und zogen eine sensationelle Show ab. Im Traum erschienen ihnen die leckersten Surfer und sie beschlossen Gummihandschuhe gegen Neopren zu tauschen… Auch der nächste Auftritt hatte es in sich: Das „F…ing Fast Team F2“ rollte in Nebelschwaden gehüllt mit dem Porno-Chrysler vor die Leinwand. Nachdem der Butler einen protzigen Bonzen ausstiegen ließ, erzählte der verkleidete Schweizer in einem sensationellen Italo-Englisch die Story von der Entführung seines Babes und wie er sie gefoltert auf dem Schloss seines Widersachers fand und schließlich mit einem harten Surf-Battle rächen wollte... Das jüngste Team „Inteam“ bewies, dass man mit cooler Surfaction die heißesten Girls am See aufreißen kann und durfte als Belohnung für die Mühen den Mädels im Pool ihrer Villa eine Surflesson mit reichlich Körperkontakt geben.

Eine Foto-Lovestory im Stile der Bravo hatte das „Seidl Boardshop Team“ vorbereitet: Heidi und Peter (in Dirndl und Lederhos’n) als Lago-Touris mit zahlreichen Nebenbuhlern. Nur arbeiten musste angeblich das „Team Shaka“, daher drehte sich in ihrer Geschichte alles um ihren Alltag am Gardasee. Ein paar freie Stunden mussten sie allerdings doch gehabt haben, denn in ihre fantastischen Natur- und Lifestylefotos hatten sie eindeutig Zeit investiert. Danach hievte sich das „Old Father Team“ auf die Bühne und stellte seine Porno-Nurse (ein Gaststar, der anonym bleiben wollte) vor. Die Surfopas konnten dank der ausreichenden Versorgung mit Viagra und der sensationellen Pflege ihrer scharfen Ex-Pornostar-Krankenschwester – die sich für ihre Pfleglinge sogar auf die letzten Zentimeter zwischen Surfequipment ins Auto quetschte – und auch auf ihre alten Tage noch einmal richtig coole Surfaction zeigen und ihren Mann stehen.

Das Team „Planetwindsurfing“ zeigte, dass Windsurfen ganz klar ein massenkompatibler Sport für Jedermann ist und stellte Touristen, Rentner, Motorradfahrer, Polizisten, Hunde und einen k.o.-geschlagenen Mountainbiker aufs Brett. Das wegen einem gebrochenen Zeh um einen Teilnehmer geschwächte „Team Windinfo“ hatte mal einen ganz anderen Blickwinkel auf den Gardasee und erzählte seine Story aus der Sicht eines Zehs. Bevor die Rider des „A-Team“ mit der Präsentation ihrer ziemlich pornografischen Lebensgeschichte starteten, wurden erstmal dezent Kuverts über den Tisch der Jury geschoben. Doch die Scheine erwiesen sich leider als Falschgeld... Ehrliche Arbeit bevorzugte dagegen das „Drops Team“, das als ölverschmiertes Pit-Stop-Team bei den Mädels vom See leider wenig ankam bis es den Lifestyle der Surferwelt entdeckte.

Alle Teams hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und die Jury hatte es dieses Jahr nicht leicht. Doch nach einer halben Stunde waren wir uns einig und ich durfte die Sieger verkünden... (Die Results werden am 6.11. veröffentlicht)

» klicke hier für die Teampräsentationen
» RESULTS


mogain


| sub_navigation

| präsentationen
| story
| results
| event konzept [deu]
| event concept [eng]
| sponsoren



Shaka

Budweiser

Chiemsee




Freestyle

moby dick torbole





_newsletter order cancel tell a friend | diese seite weiterempfehlen
 
_copyright stehsegelrevue.de