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| 30|04|2006 | day 002
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| PWA SURFWORLCUP Neusiedlersee - 30.04.2006 - zweiter Tag
My hair was like "King Kong"
Was am Vortag nicht wahr wurde, erfüllte sich heute am zweiten Wettkampftag des "Zwillingsfreestyleevents" der beiden beinahe Geschwister PWA und EFPT (die Summe aus den Athleten beider Touren das wohl hochkarätigste Feld aller Zeiten im Newschoolfreestyle).
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| Der Wind reichte für einen Start der Competition aus. Keinesfalls übertrug sich die heisse Partystimmung der Nacht auf die morgendlichen Außentemperaturen, die unangenehm kühl ausfielen. Filmaufnahmen würden in den Movie "Klabauter" passen. Heisse Diskussionen über die äußerst frostigen Bedingungen werden nahe dem Judgezelt ausgetragen. Duncon Coon, Headjudge der PWA, wird oftmals aus dem Richterhäuschen gerufen, da Fahrer über die äußerst widrigen Conditions klagen. Um 9.20 wird Heat Nummer 1 der ersten Singleelimination angeschossen. 47 Fahrer kämpfen um den Titel in Podersdorf. Die drei erfahrenen Österreicher Hartmann, Sammer und Rossmeier schafften den Sprung in die zweite Runde. Allen voran zeigte Chris Sammer bei seiner Rückkehr in ein quasi PWA Event alte Stärke und wird es in der nächsten Runde dem französischen Shakakönig Anthony Ruenes keinesfalls leicht machen. Sechs weitere Österreicher, darunter Bikich, Reisch, Matissek, Lewisch, Hetzmannseder und Inthal, verabschiedeten sich im ersten Durchgang aus der Elimination.
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| Wie man leicht eine Stufe höher steigt, zeigte uns aber der Italiener Mattia Pedrani. Zum einen hatte er keinen Gegner - Florian Jung reiste erst gar nicht nach Österreich an. Zum anderen präsentierte er eine perfekte Freestyleshow. Zweites Beispiel wäre Tonky Frans, der sich schon jetzt als Winner sieht und jeden Gegner für gut hält: "I landed a Flaka, an Eslider, did a Ducktack, later a Shaka, a Clewfirstspock and a Semiflaka. That’s it. And yeah, my hair was like King Kong." Er meinte damit, dass ihm auf Grund der tiefen Temperaturen alle Haare zu Berge standen. Bedenkt man, dass nur 3 bis 5 Beaufort starker Wind blies und die Heatdauer nur fünf Minuten ausmachte, griff der Bonaire Local kräftig in die Trickkiste. Zudem hat Tonky das Potential jeden einzelnen seiner Moves zu verdoppeln. Aber heute gings ja nur durch die Vorrunde.
Eine ebenfalls sehr gute Vorstellung lieferte der englische Edelfreestyler Andy "Bubble" Chambers ab, seines Zeichens frisch gebackenener britischer Freestylemeister. Er warf den starken Amerikaner Tysen Poor aus dem Bewerb. Andy verriet mir anschließend, dass er überhaupt zum ersten Mal auf Süßwasser unterwegs war.
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|  | | | Christoph Reisch und Kai Lenny beim Interview | | El Yaque Urgestein Diony Guadagnino schaffte ebenfalls den Sprung unter die letzten 32 und riskierte in ehemaliger Josh Stone Manier gewagte Chachoos in absoluter Ufernähe. Hallenexperte Akgazciyan behielt die Nerven, genauso wie Kosmowski. Burratti, ein Gardaseelocal, der die feucht kühlen Bedingungen kennt und gerne hat, startete im Trockenanzugoutfit und setzte sich gegen den Franzosen Leo Ray durch. Hurrey hatte ein leichtes Spiel gegen den ehemaligen King of the Lake Winner Colin Sifferlen, der erst gar nicht aufs Wasser ging. Kai Lenny, der jüngste Teilnehmer zog gegen Fabio Calo den Kürzeren, der seine Moves sehr locker in der Bucht von Podersdorf zum Besten gab. Der unterlegene Jungspunt aus Hawaii bewies jedoch schon wenig später auf der Bühne im Zelt, dass er ohne Probleme hunderte Zuseher und -hörer begeistern kann.
Mehrmals versuchte die Wettkampfleitung den ersten Heat (Heat 9) der Hauptrunde zu Ende zu führen. Doch jedes Mal kam es zum Abbruch. Um 10.20 flaute der Wind auf drei Beaufort ab. Zwischen 15.00 und 16.00 bäumte sich die Brise ein wenig auf. Chris Sammer und ein ebenfalls auffällig sicher windsurfender Victor Fernandez waren über 30 Minuten in Vorbereitung am Wasser, bis die Wettkampfleitung endgültig den Bewerb für heute abbrach.
Das Feld der großen Freestyler wartet nun auf entsprechende Bedingungen, um am Wasser zu glänzen. Sieben der 32 nahmen bisher ausschließlich an PWA Events teil. Für Hochspannung ist gesorgt. Wie läuft es aus deutscher Sicht. Normen Günzlein musste wegen einer Sehnenverletzung, die er sich auf Hawaii zugezogen hat, zu Hause bleiben. Als einziger und wohl auch derzeit heißestes Freestyleeisen wird Andre Paskowski in Heat 21 ins Geschehen eingreifen. Er trifft auf den Italiener Fabio Calò. Andre hat diese Jahr ein großes Ziel: "Ich will den EFPT Titel nach Hause holen. Meine Moves sind flüssiger und kraftvoller geworden. Ich will hier in Podersdorf Wind haben." Zu seinen härtesten Gegner zählt der Holländer und Vorjahrestoursieger Kevin Mevissen. Kevin wünscht sich dieses Jahr einen Platz unter den ersten drei in Podersdorf. Als seine härtesten Gegner nennt er Gollito, Cheo und Ricardo. "Aber ich habe den Doublespock als Jocker, fügt der smarte Vorjahressieger von Podersdorf an." So bleibt nur zu hoffen, dass an den nächsten Tagen die Windbedingungen etwas besser ausfallen. Denn der weitgereiste Brasilianer Kauli Seadi will nicht nur Standard zeigen, sondern die Kür auspacken: "Spocks und Grubbies sind mir zuwenig. Das gab es schon vor einigen Jahren. Ich will mehr zeigen. Und dafür brauche ich Wind."
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| Autor: Chris Pressler – Continentseven.com, Pix: Julia Schweiger, Manfred Machachek | |
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