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Nivea World Cup Sylt
29|09|2005      [05] day 5

Alex Mussolini
Luftakrobatik vor Sylt
Westerland/Sylt (29.09.2005). Schon um 8 Uhr morgens gingen die ersten Fahrer am Donnerstag beim Nivea World Cup Sylt aufs Wasser. Doch die Zeit reichte nicht aus, um in der Disziplin Waveriding einen Sieger zu ermitteln. Denn der Wind vor Westerland flaute immer wieder ab. Im Viertelfinale war bei Damen und Herren Schluss.


Bei Nieselregen und Windgeschwindigkeiten von 25 Knoten startete der erste Waveriding-Wettbewerb am Brandenburger Strand. Die Windsurf-Wellenreiter zeigten spektakuläre Sprünge und riskante Loops. Aber der Wind machte schlapp, die Wettkämpfe mussten unterbrochen werden.


Die acht deutschen Teilnehmer erwischten einen schwarzen Tag. Alle Starter schieden in der ersten Runde aus. Klaas Voget (G-4) aus Aurich resümiert: "Mein Segel war vielleicht etwas zu schwer, und an mein neues Board muss ich mich noch gewöhnen." Auch der 10-fache Deutsche Meister Bernd Flessner aus Norderney (G-16) musste vorzeitig die Segel streichen. "Wellenreiten hat viel mit Taktik zu tun. Ich habe mich heute verpokert," sagte Flessner.

Steffi Wahl aus Laupheim (G-303) und Andrea Hausberg aus Aurich (G-212) mussten sich der starken Konkurrenz geschlagen geben. Sie verloren gegen die Waveriding-Weltmeisterin Karin Jaggi (Z-14) aus der Schweiz und die Niederländerin Anne-Marie Reichmann (H-98).


Pieter Bijl
Tausende Zuschauer waren gekommen, um die Königsklasse im Windsurfen zu sehen. Nach zehn Stunden Höchstleistungen der Luftakrobaten stoppte die Dunkelheit die Action auf dem Wasser. Bei ausreichendem Wind und Wellen werden die Wettkämpfe Freitagmorgen um 10.30 Uhr fortgesetzt.



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"Ich will unter die Top Ten"
Kurzinterview mit Klaas Voget

Seit fünf Jahren ist der 26-Jährige Klaas Voget beim Nivea World Cup Sylt dabei. Letztes Jahr schaffte er es im Waveriding sogar auf Platz neun der Weltrangliste. Neben seiner Karriere als Windsurfer studiert Klaas Sportwissenschaften in Kiel.

Was hast du dir für dieses Jahr auf Sylt vorgenommen?

Klaas Voget: Ich will wieder unter die Top Ten der Weltrangliste. Meine Chancen sind ganz gut. Denn ich trainiere oft auf Sylt und kenne die speziellen Bedingungen hier.

Was genau sind diese besonderen Bedingungen?

Klaas Voget: Waveriding ist auf Sylt besonders schwierig, da man überwiegend Rückenwind hat und die Wellen sehr flach sind. Das erschwert es, in der Welle zu fahren.

Wie hast du das Windsurfen gelernt?

Klaas Voget: Meine Eltern besitzen ein Ferienhaus in Dänemark. Dort konnte ich gemeinsam mit meinen beiden Brüdern Windsurfen. 1998 war ich nach dem Abi für zwei Jahre auf Norderney und konzentrierte mich ganz auf meinen Sport. Dort lernte ich Bernd Flessner kennen und trainierte viel mit ihm zusammen.

Hast du dir vom Windsurf-Profi Bernd Flessner ein paar Tricks abgeschaut?

Klaas Voget: Ja, ich lernte eine Menge von ihm. Außerdem kann ich mittlerweile sehr gut einschätzen, wie er fährt und ihn dadurch auch austricksen.

Was sind deine Vorteile gegenüber Bernd Flessner?

Klaas Voget: Bernd fährt sehr konstant. Ich bin zwar mittlerweile auch ziemlich sicher im Windsurfen, setze aber mehr auf Risiko als Bernd. Manchmal habe ich ein paar Tricks drauf, die er nicht kennt. Letztes Jahr konnte ich ihn gleich in der zweiten Runde schlagen. Ich schaffte es also über Bernd auf Platz neun der Weltrangliste.

Hast du neben dem Windsurfen und deinem Studium auch noch Zeit für die anderen schönen Dinge des Lebens?

Klaas Voget: Ja, für meine Freundin. Wir haben uns vor drei Jahren bei einer Windsurf-Regatta in der Nähe von Timmendorf kennen gelernt. Bei entscheidenden Wettkämpfen ist sie in der Regel immer bei mir und unterstützt mich.



Autor: 9pm media, Sven Kaatz , pix: pwa, Carter


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