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| 21|10|2005 | [02] Kommentar 1
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| |  | | | Michi Schweiger, Pic: DMG | |
[von Michi Schweiger]
Obwohl es in dieser Geschichte in keinster Weise um mich geht, möchte ich doch kurz mal mit mir anfangen. Vor Jahren war ich nicht nur Zeuge der Entstehung des King of the Lakes, sondern in allen Ehren war das der Anfang meiner Karriere in der Windsurf Industrie. Mein Freund Alex Humpel hat damals eine wahre Bewegung in der internationalen Windsurfszene heraufbeschwört und kreiert. Über die Jahre hinweg hat sich einfach herauskristallisiert, dass Alex ein Mann grosser zukunftsweisender Ideen ist. Mittlerweile ist es schon lange nicht nur bei den Ideen geblieben, sondern auch die Verwirklichung wurde immer professioneller und unabhängiger.
Daher war es fuer mich klar meinen geschäftlichen Europe Trip mit den ION PHOTO AWARDS zu verbinden. Ich war sogar dazu eingeladen mit Alex Humpel zusammen im Altstar Team teilzunehmen. Aber es sollte dann doch wie in so vielen Fällen anders kommen.
Zuerst einmal verpasste ich schon mal das vorausgehende Riders Meeting und damit auch gleich den ersten Contest Tag. Damit war ich schon mal aus dem Rennen und hab' mir das ganze Spektakel als fahrender Zuschauer angesehen. Das Konzept des Contests ist ein Team von Fahrern auf eine 3-tägige Adventure Tour rund um den Spot zu schicken - in diesem Fall dem Gardasee. Ausgerüstet mit einer digitalen Camera sollen sie dann ihre Eindrücke oder Erlebnisse einfangen, um sie dann am finalen Tag des Events auf der Grossleinwand mit eigenem Kommentator dem Publikum und der Jury zu präsentieren. Der künstlerischen Freiheit sind da keine Grenzen gesetzt und alle Rider können ihren Style, ihre Ideen und auch die präsentatorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Eigentlich der perfekte Schulhof für junge Rider, die lernen müssen, dass gut fahren nicht genug ist - sich selbst präsentieren zu können ist einfach alles.
Elf höchst motivierte Teams hatten sich für die Premiere des Events am Gardasee eingefunden. Als besonderes Zuckerl (österreiches für Belohnung) wurde das schon legendäre Speedy Ausflugsboot für zwei volle Stunden während der Ora vom lokalen Shaka Shop gesponsert. Die darauf folgende Jump Session über den Boat Wake hätte bei jeder Red Bull Airshow mithalten können und es war ein Wunder, dass es keine Verletzten gab. Als weiteres Zueckerl (wir wissen jetzt schon was das heißt) waren drei professionelle Photographen mit an Board, die die Mega Action festhielten. Jedes Team konnte dann am letzten Tag Action Bilder von den Proifis zur Präsentation hinzufügen.
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|  | | | Michi Schweiger am Gardasee, Pic: Julia Schweiger | | Bis auf die tägliche Windsurf Session am Pier war während des Contests nur schwer festzustellen, was die Teams vorhatten, was dann die Präsentation umso spannender machte. Party war natürlich auch angesagt. Eine deftige Melonen Party vom Team Detonation, sozusagen als Apre Surf ist schon mal von Haus aus schwer zu überstehen. Vor allem, wenn man mit Jet lag sowieso schon in den Seilen hängt. Weils so spät in der Saison war, mußte von Wassermelonen Bowle auf Zuckermelonen Bowle umgestellt werden - ich bin mir nicht sicher, ob das nicht noch viel schlimmer ist. Für alle, die es von dort noch wegschafften, ging dann die klassische Torbole Runde los. Mit voller Action und freien Getränken, die Moby Dicks' Walter für alle Teilnehmer gesponsert hatte, ging dann -wie unsere süddeutschen Freunde sagen- die Post ab. Viele der besagten süddeutschen Freunde hatten da eindeutig einen Vorteil, da sie ja zu der Jahreszeit im vollen Training für das Oktoberfest stehen. Den Rest konnte ich wegen der freien Getränke nicht mehr so beurteilen, mir wurde aber erzählt, dass manche sogar noch den Weg in die Discos der Umgebung fanden. Ich hab nichts mehr gefunden und konnte mich glücklich schätzen, dass meine wunderbare Frau mich heimgebracht hat. Das kommt halt davon, wenn man auf Maui immer um sechs ins Bett geht.
Der nächste und finale Tag war dann für viele schmerzhaft, aber das gehört halt dazu. Die Spannung war intens, da alle Teinehmer die Bildpräsentation um 17:00 am Conca d'Oro abgeben mussten. Nach einem klassischen Pasta Dinner im Circolo Vela Torbole ging es dann auf zur Präsentation im Beachpark.
Auf der leiwanden (österreichisch fuer super) Mega-Leinwand mit Red Bull Hummer Sound gingen dann die Präsentationen los. Die Stories waren unglaublich: Ein verwirrtes Team F2 mit dem Bergfax Dani Aeberli, der den Weg vom Berg zum See nicht runterfindet und dann zusehen muss, wie Team-Member Alex Hasch im Sprung sein gesamtes Material verliert - zum italienischen Team Future um Fede la Croce, die im Hafen von Riva steckenbleiben und dann zu Fuss durch die Menschenmassen und die idyllischen Gassen spatzieren müssen - oder das Team Altstars, die als herabgekommene Bettler anfangen und dann steuerfrei auf der Seepromenade ein Vermögen machen, um dann voll pimped out mit neuesten Material und Boxenludern am Pier hausen - nicht zu vergessen auch das A-Team, das sich gleich mal mit einem mehrdeutigen Natur Shot und dem ersten FKK Airchachoo in Szene setzt. Alle Teams liefern erstklassigen Style ab und mir tuts richtig leid, dass ich zu spät gekommen bin.
Nach langen Diskussionen der Judges steht dann das Endresultat fest,... [Fortsetzung folgt, nachdem alle Teampräsentationen hier veröffentlicht wurden]
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| Autor: Michi Schweiger | |
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