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| [day 01] - supercross
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| PWA Supercross Fuerteventura 2003 Dienstag, 22. Juli 2003
Tag 1 - erster Wettkampftag
> PWA Supercross Premiere auf Fuerteventura > Antoine Albeau aus Frankreich liegt nach dem ersten Tag in Führung > Robby Swift (Gewinner des Freestyle World Cups) scheidet mit Knöchelverletzung aus > Klaas Voget und Normen Günzlein als einzige deutsche Starter auf Platz 16 und 26
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|  | | | Start | | Supercross-Premiere auf Fuerteventura: Neu im Programm der Windsurfer ist seit diesem Jahr die Disziplin Supercross, die auf Fuerteventura zum ersten Mal im Rahmen eines PWA World Cups ausgetragen wird. Sowohl Geschwindigkeit als auch sicher gestandene Freestyle Manöver sind entscheidend bei diesem Rennen über einen Hindernis-Parcours. 31 Windsurf-Profis treten an, um das Preisgeld in Höhe von 10.000 EUR zu ergattern.
Supercross ist die Verschmelzung von Freestyle und Slalom: Auf kurzen Slalomkursen werden Sprünge über kleine Hindernisse und Freestyle Moves integriert, anstelle von Halsen müssen Duck Jibes um die Bojen gezirkelt werden.
Und so sah der Supercross Parcours heute aus: Nach dem Le Mans Start vom Strand lagen auf dem Weg zur ersten Boje zwei Hindernisse im Wasser, die übersprungen werden mussten. Dann ging es mit einer Duck Jibe um die Tonne. Auf dem nächsten Schlag musste ein Frontloop gesprungen werden, gefolgt von einer Duck Jibe um die Halsenboje Nummer zwei.
Auf dem dritten Schlag sollte ein Flaka oder Upwind Board/Sail 360er gefahren werden. Nach einer erneuten Duck Jibe um die dritte Tonne ging es auf dem letzen Schlag nach einem Spock (gesprungenes 360° Board/Segel Manöver) erneut über die 'Wurst' - das ca. 40 cm hohe Hindernis musste mit einem eleganten Sprung überwunden werden, gefolgt vom Endspurt über die Ziellinie.
Mehr Spaß, mehr Spannung, mehr Show - vor allem für die Zuschauer, denn wie beim Boardercross wartet man auf spektakuläre Crashs und Stürze der Kontrahenten. Das ist der Grund für die umfangreiche Schutzausrüstung: Helme und Protektoren für Schultern, Arme und Rücken sind Pflicht.
Die Verletzungsgefahr ist wegen der großen Reichweite eines Riggs nicht zu unterschätzen, denn auf den kurzen Strecken zwischen den Bojen ist das Feld dicht beisammen und schon ein Schleudersturz könnte die Mitstreiter vom Board fegen.
Das Unfälle in der Praxis vorkommen, zeigte der heutige Tag. Der Brite John Skye (K-57) landete einen Vorwärtsloop haarscharf vor Ricardo Campello (BRA-111) - ein Zusammenstoß war unausweichlich, beide Kontrahenten blieben dabei unversehrt. Auch nach Sprüngen über die Hindernisse stürzten einige Surfer und wurden zur Stolperfalle für das folgende Feld.
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|  | | | Greg Allaway and Kauli Seadi | | Nicht folgenlos blieb ein Sturz für den Engländer Robby Swift (K-89). Der Gewinner des Freestyle World Cups zog sich eine Knöchelverletzung zu und kann in den folgenden Tagen höchstwahrscheinlich nicht mehr antreten.
Dem ehemaligen Freestyle Champion und Eurocup Racer Antoine Albeau (F-192) scheint die neue Disziplin auf den Leib geschneidert zu sein. Nach drei Rennserien liegt der Franzose mit zwei Einzelsiegen und einem zweiten Platz souverän in Führung. Fast alle Einzelrennen konnte er in einem Start-Ziel-Sieg gewinnen.
Das der Freestyle Spezialist Kauli Seadi (BRA-253) nicht zu den Langsamsten zählt, bewies er bei den heutigen Wettfahrten. Nach dem ersten Tag liegt der Mann aus Brasilien auf Position zwei, gefolgt vom Venezuelaner Douglas Diaz (V-34) auf drei.
Der Kieler Sportstudent Klaas Voget (Segelnummer G-4, 24 Jahre) und der 18-jährige Normen Günzlein aus Scharbeutz sind die einzigen beiden deutschen Windsurf-Profis beim Supercross auf Fuerteventura. Nach drei Rennen liegt Klaas auf Platz 16, Normen auf Rang 26.
Klaas Voget: 'In zwei Läufen bin ich früh ausgeschieden, aber in einem weiteren bis ins B-Finale gekommen. Die Rennen sind richtig spannend! Selbst wenn man den Start nicht richtig erwischt, kann man in einem fehlerfreien Lauf viele Plätze gutmachen. Am meisten Zeit verliert man in Windlöchern oder wenn man bei den Moves aus dem Gleiten kommt.'
Morgen folgt ein weiterer Wettfahrttag, die Windvorhersagen versprechen weiterhin spannende Rennen.
Ergebnis nach 3 Rennen: 1. Antoine Albeau (F-192) 2. Kauli Seadi (BRA-253) 3. Douglas Diaz (V-34) 4. Greg Allaway (KA-38) 5. John Skye (K-57) ... 16. Klaas Voget (G-4) 26. Normen Günzlein (G-186)
Supercross: ein neues Zeitalter des Windsurfens
Fuerteventura hat bereits vieles erlebt: seit 18 Jahren gibt es hier bereits den Windsurf Worldcup. Ob Slalom, Race, Wave oder Freestyle, immer waren die Bedingungen am Strand von Sotavento optimal. Schraeg ablandiger Passatwind mit konstanter Staerke zwischen 6 und 8 Windstaerken, Sonnenschein und Traumstraende inklusive.
Auch dieses Jahr war Verlass auf den Wind und Wellen-Gott. Zunaechst stand Freestyle auf dem Programm der windgetriebenen Wellenakrobaten: bei dieser Windsurf-Disziplin werten die Punktrichter sowohl die einzelnen Manoever, Tricks, Wellenritte und waghalsigen Spruenge als auch den Gesamteindruck der Fahrer. Bei den Maennern konnte hier der Englaender Robbie Swift das den Siegerschampus koepfen. Bei den Frauen liess sich die Schweizerin Karin Jaggi den Wind nicht aus dem Segel nehmen und siegte souveraen.
Und dann war es endlich soweit. Zeit fuer eine absolute Neuheit auf den Kanaren: Supercross. Eigentlich ist es eine Kombination der beiden Disziplinen Freestyle und Slalom. Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass die Fahrer Obstacles, wurstfoermige Bojen ueberspringen muessen. Ausserdem muessen sie auf dem Parcours bestimmte vorgegebene Manoever, zum Beispiel einen Salto oder spezielle Wendemanoever absolvieren. Und weil acht Fahrer gleichzeitig unterwegs sind, gibt es nicht nur spannende Rennen und atemberaubende Spruenge, sondern vor allem auch spektakulaere Stuerze. Gleich drei Durchgaenge absolvierten die Maenner (fuer die Frauen ist diese Disziplin noch nicht ausgeschrieben), und der Franzose Antoine Albeau machte gleich von Beginn an klar, dass er sich die Siegespraemie in Hoehe von 10.000 Euro nicht wegschnappen lassen will. Er gewann heute zwei von drei Finalen. Sollte Albeau auch die naechsten Tage so souveraen dominieren, ist er wohl neben dem Brailianer Kauli Seadi der vielversprechendste Aspirant auf den ersten Titel eines Supercross Worldcup-Siegers.
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| Autor: Media Service, Christian Tillmanns | |
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