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Bol/Kroatien 2003
[day 02] - 12.06.03

Text: Chris Pressler, Pics: Kerstin Reiger -- 12.06.2003

11 Heats in der Freestyle Arena von Bol

Frühmorgens setzte leichte Bora ein und bewirkte für einige Stunden die gewünschte Abkühlung. Im Verlauf des Vormittags konnte sich im "Hvarski Kanal" zwischen der Insel Brac und der Insel Hvar ein stabiler Maestrale aufbauen, der ab 14.00 Uhr die "Freestyle Arena" vor der Zoo-Station mit 15 bis 20 Knoten Wind belüftete. Kevin Mevissen meinte begeistert: "We got the best windconditions since I´m here and could sail on my 5.1 m² in some heats." Der Topfavorit Chris Sammer benötigte an diesem Tag nur einen Heat, um mit einem souveränen Run - gespickt mit superschnellen Swayzes und Grubby 540ty Kombinationen - das Finale des diesjährigen HT mobile Soul&Style zu erreichen. Die restliche Zeit des Tages nutzte er für ein ausgelassenes Switchstancemovetraining und durchglitt in Folge einige Eslider.

mevissen_swayzeonehanded
Andrea Rosati schob sich mit einem zweiten Rang in Heat 12 direkt ins Semifinale, wo er Kevin Mevissen empfing. Rosati beeindruckte in seinem Heat mit stark verzögerten Spock 540 ties, dem Diabolik und einem Eslider. Mevissen fühlte sich in den Mittelwindbedingungen sehr wohl, sprang im Warmup zu Heat 18 wahrscheinlich den ersten Ponch überhaupt vor der Zoo-Station. Chris Zarfl behauptete sich im Run zuvor mit einem Punkt Unterschied gegen Frank Lewisch und beeindruckte die Judges und das Publikum mit einem Shove It und einem Shove It into Airjibe. Im Viertelfinale gegen Mevissen bestritt Zarfl seinen sechsten Heat des Tages und konnte keine Gegenwehr leisten. Mevissen glänzte, toppte sämtliche Moves und durchglitt einen Spock Diablo. Sehr gute Leistungen boten auch die jungen Nachwuchsrider aus Österrech und Deutschland. Der Deutsche Stefan Horrer durchglitt in seinem erst zweiten Wettkampf Grubbies und Clewfirst Spock540ties und verabschiedete sich erst in Heat 16. Daniel Bikich aus Wien präsentierte ebenfalls sichere Spockvariationen.

rosati_willy
Bei abnehmenden Wind versuchte die Wettkampfleitung die zwei ausstehenden Heats abzuhalten. Das Semifinale zwischen Mevissen und Rosati wurde mehrmals abgebrochen und schließlich um 18.00 Uhr auf morgen verschoben.
Der zweite Tag brachte sehr viel Action und bestätigte, dass bei stärkeren Windbedingungen das Niveau der Toprider sowohl in Hinsicht auf Vielfalt der Manöver und Dynamik in der Ausführung enorm ansteigt. Das Judging fiel solide aus, doch wurde bei manchen Entscheidungen auf die Bewertung der Overallimpression völlig vergessen und stattdessen nur die Anzahl aller gestandenen Moves addiert.
Jedenfalls sollte morgen in den beiden ausstehenden Heats der Sieger aus der ersten Elimination gekürt werden.

judges


bikich_diablo


sammer_spockmctwist



Autor: Chris Pressler, Pics: Kerstin Reiger, continentseven.com


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